Bernhard Gelderblom




Agnes Miegel und die Stadt Hameln – Ein Stück Hamelner Nachkriegsgeschichte


Agnes Miegel zählte in der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik als Balladendichterin zur literarischen Prominenz. Noch in den 1960er Jahren wurde sie als eine der bedeutendsten Dichterinnen der deutschen Literaturgeschichte und größte Schriftstellerin Ostpreußens gewürdigt. Trotz ihrer offen zum Ausdruck gebrachten Verehrung für Hitler gelang ihr 1948 ein Comeback als unpolitische Lyrikerin. Sie sei von der NS-Diktatur nur benutzt worden. Fehlende Einsicht und mangelndes Schuldbewusstsein haben Agnes Miegel bis zu ihrem Tode im Jahre 1964 ausgezeichnet.
Bernhard Gelderblom ist ein deutscher Historiker, Pädagoge und Autor. Nach dem Studium der Fächer Evangelische Theologie, Geschichte und Politik war Gelderblom bis 2006 am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln als Lehrer tätig. Er hat sich intensiv mit der jüdischen und der NS-Geschichte der Region beschäftigt und zahlreiche Darstellungen verfasst. Im Jahr 2010 gründete er den Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V., dessen Vorsitz er seitdem
innehat.

29.09.2019, 19.00 Uhr, Lalu im Hefehof, Hameln
Eintritt: 9,50 / 7,50 Euro (erm.)
Im Vorverkauf minus 1,00 Euro